Stimmen der Kirche - Aussagen der Päpste über die Charismatische Erneuerung

Paul VI.

Wir haben uns des öfteren gefragt, was wir - zuerst und zuletzt - für diese unsere geseg nete und erwählte Kirche als das Notwen digste empfinden. Wir müssen es geradezu bangend und bittend sagen, denn es ist ihr Geheimnis und ihr Leben, ihr wisst es: Der Geist, der Heilige Geist, die anregende und heiligende Seele der Kirche, ihr göttlicher Atem, der Wind ihrer Segel, ihr vereinendes Prinzip, ihre innere Quelle von Licht und von Kraft. Ihre Unterstützung und ihr Trost, ihre Quelle von Charismen und Gesängen, ihr Friede und ihre Freude. Ihr Unterpfand und ihr Vorbote seligen und ewigen Lebens.

Die Kirche braucht ihr immerwährendes Pfingsten. Sie braucht Feuer im Herzen, das Wort auf den Lippen, Prophetie im Blick. Die Kirche hat es nötig, die Sehnsucht nach ihrer Wahrheit, die Freude daran und die Sicherheit aus ihr wieder zu gewinnen.

Paul VI. während der Generalaudienz am 29.11.72

 

Johannes Paul II.

„In diesem Jahr feiern wir den 20. Geburtstag der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche. Die Wirkung und Fruchtbarkeit der Erneuerung bezeugt ganz klar die machtvolle Gegenwart des Heiligen Geistes, der in diesen Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil in der Kirche wirkt. Natürlich hat der Heilige Geist die Kirche zu allen Zeiten geführt und die Gläubigen auf vielfältige Weise beschenkt. Durch ihn behält die Kirche dauerhaft eine jugendliche Lebenskraft, und die charismatische Erneuerung ist für die heutige Zeit eine ausdrucksstarke Offenbarung dieser Lebenskraft, ein mutiges Zeugnis dessen, „was der Geist den Gemeinden sagt.“ (Offb. 2,7) Joh.

Paul II. bei der Internationalen Leiterkonferenz 1987

Die Katholische Charismatische Bewegung ist eine der vielen Früchte des II. Vatikanischen Konzils, die wie ein neues Pfingsten im Leben der Kirche zu einem außergewöhnlichen Aufblühen von Gruppen und Bewegungen geführt hat, die in besonderer Weise offen sind für das Wirken des Hl. Geistes. Wie könnten wir nicht danken für die kostbaren geistlichen Früchte, die die Erneuerung im Leben der Kirche und im Leben so vieler Menschen hervorgebracht hat? Wie viele gläubige Laien – Männer, Frauen, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen – durften in ihrem Leben die unglaubliche Kraft und die Gaben des Geistes erfahren! Wie viele Menschen haben ihr Leben grundlegend verändert! Für all das möchte ich heute zusammen mit Euch den Heiligen Geist preisen und ihm danken.“

Audienz für den Nationalen Dienstausschuss der Italienischen „Erneuerung im Hl. Geist“ 1998 in Rom

 

Benedikt XVI.

„Obwohl das letzte Jahrhundert durch traurige Ereignisse gekennzeichnet war, war es zur selben Zeit erfüllt von wundervollen Zeugnissen der geistlichen und charismatischen Erneuerung in allen menschlichen Bereichen und Aktivitäten. Es ist meine feste Hoffnung, dass der Heilige Geist mehr und mehr willkommen geheißen wird in den Herzen der Gläubigen, sodass die Kultur von Pfingsten, die so notwendig in unserer Zeit ist, sich ausbreiten kann.“

„Die Zeit nach dem Konzil schien den Hoffnungen von Johannes XXIII. kaum zu entsprechen, der sich ein „neues Pfingsten“ versprach. Jedoch ist sein Gebet nicht unerhört geblieben: Im Herzen einer vom rationalistischen Skeptizismus ausgetrockneten Welt ist eine neue Erfahrung des Hl. Geistes entstanden, die das Ausmaß einer Erneuerungsbewegung auf Weltebene angenommen hat. Was das Neue Testament in Bezug auf die Charismen als die sichtbaren Zeichen für das Kommen des Geistes beschreibt, ist nicht mehr nur alte, endgültig vergangene Geschichte: Diese Geschichte wird heute erregende Aktualität.“

Kardinal Ratzinger in dem Buch „Zur Lage des Glaubens“

 

 

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Fotos: Wikipedia

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